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G. Lohmann Prototypenbau, 81541 München, Welfenstraße12, Tel/Fax 089/484837
Dr. Jürgen Woenckhaus
Biocar Betrift: Biocar-Bausatz Sehr geehrter Herr Lohmann, nach gut knapp 2 Jahren möchte ich Ihnen meine Erfahrung mit Ihrem Bausatz mitteilen. Nach dem ich den Einbau vorletztes Jahres im Mai (2000) in 2 Tagen durchgeführt hatte wurden wie Sie empfohlen hatten 37l (ich hatte den 42l Tank bestellt aber den 37l Tank erhalten) das günstigste Pflanzenöl vom Supermarkt eingefüllt und mehrere kleine Probefahren unternommen. Diese verliefen ohne jegliche Schwierigkeiten. Es zeigte sich jedoch das der Tank zum Aufheizen etwas mehr "Kühlwasser" benötigt. Dies wurde durch Nachrüsten einer kleinen Kühlwasserpumpe einer Standheizung erreicht. Bei der ersten "großen" Reise auf einer Autobahn ruckelte der Wagen bei einem Überholvorgang und blieb auf den Standstreifen stehen. Der Grund war schnell gefunden, der Tank war alle. Der Computer (Version 1.0) hatte Verständigungsprobleme mit dem Tankgeber. Es zeigte sich in den folgenden Fahrten immer öfter das der Computer sporadisch aussetzte. Dieses konnte durch den Austausch des Computers behoben werden. Das kleine beheizte Filter setzte sich je nach Qualität des Öl mehr oder weniger schnell zu. Dies liegt aber an den getankten Ölqualitäten und nicht an dem Filter. Das Filter ist vielmehr zu grobmaschig und lässt zuviel hindurch. Ich habe das Filter gegen ein Seriendieselkraftstofffilter mit elektrischer Heizung getauscht. (Standzeit mehr als 10.000km). Versuche mit halbflüssigen Fetten verlief nicht erfolgreich da der Bereich hinter den kleinen Filter nicht geheizt ist. Dies haben Sie unabhängig vom mir gelöst. Bei mir befindet sich jetzt ein kleiner handelsüblicher Kraftstoffkühler des Audi A8 im Ein/ Ausgang der Einspritzpumpe und sogar Palmin stellt kein Problem mehr da. Ich fahre mittlerweile mit gebrauchten halbfesten Fritierfetten. Ich habe unabhängig von ihrem Bausatz meinen Wagen mit einer Standheizung ausgerüstet. Dies hat zum Vorteil das selbst im tiefkalten Winter ein Start mit Pflanzenöl problemlos möglich ist. Ich schalte dennoch vor Abstellen des Fahrzeuges auf Diesel um. Die Erweiterung mit der Standheizung halte ich für das Tüpfelchen auf dem i, besonders wenn man mit Material fährt welches selbst bei 25 grad noch fest ist. Im Dezember 2001 habe ich Ihren Tank gegen ein Eigenbau aus Edelstahl mit 52l Fassungsvermögen ausgetauscht. Der Austausch war nötig da der Tank welcher mit dem Umrüstsatz geliefert wird nicht über eine Revisionsöffnung verfügt. Ich halte diese für unabdingbar (bequeme Reinigung). Ergänzt habe ich meinen Tank mit einer Tankanzeige welche einem praktischerweise über den Füllstand informiert und ein Nachtanken auf Reisen mit Rastaufenhalten koppeln läßt. Natürlich war auch ein Argument die Reichweite von 500km auf über 800 km zu erhöhen. Insgesamt sind bis heute ca. 3500l Pflanzenöl / Fette und ca. 700l Diesel verfahren worden. Hierbei beträgt der Altmaterialanteil ca. 80%. In der Vergangenheit habe ich das Altmaterial erworben. Frischmaterial ist ebenfalls in der Regel gekauft worden (0.70 bis 0.93 DM /L). Selbstgefiltert wurde in der Vergangenheit nur wenig Material. In Zukunft filtere ich selber kostenloses Material verstärkt. Im Augenblick greife ich auf die Hilfe eines Freundes zurück, welcher eine kleine Filteranlage gebaut hat und selber seit über 50.000 KM ihren Bausatz im Einsatz hat. Die Anlage filtert das Material auf 5m. In dieser Anlage habe ich bereits über 600l gefiltert. In meiner Verbrauchsstatistik führe ich einen fiktiven Preis von ca. 0,50 EURO weiter bis die Anschaffung einer eigenen Filteranlage, die ich im Augenblick mit Hilfe von Freunden baue sich armortisiert hat. Gesamt habe ich gegenüber den vorhergefahrenen Benziner 6400DM, Im Vergleich zu einen nicht umgerüsteten Astra Diesel über 3000 DM eingespart. Bis jetzt also die Kosten für den Biocar Bausatz. Somit hat sich der Biocarbausatz in weniger als 2 Jahren armortisiert. Wenn das Öl nicht erworben sonder komplett geschenkt worden wäre, hätte ich einen Gewinn von über 1500 DM erwirtschaftet (bei einem durchschnittlichen Dieselpreis von 1,50DM). Die Einsparung an CO2 läßt sich an dem Verbrauch an Pflanzenöl/ Fett direkt ablesen. Herren Eichel sind über 4500DM an Steuereinnamen entgangen.Mehre Tausend Liter Rohöl konnten im natürlichen Erdlager bleiben und haben nicht zu Tanker Unglücken oder anderen Umweltverschmutzungen beigetragen. Die angehängte Graphik illustriert meinen Verbrauch an Diesel, Pflanzenöl/ Fett und den Kosten pro 100Km von Erweb meines PKWs bis Januar 2002. Meine Verbrauchsdaten:
Georg Lohmann
Welfenstraße 12
München
Abszisse: Kilometer (der Wagen wurde bei 129280 KM gekauft) die Umrüstung erfolgte bei 131500 KM Ordinate: Liter/EURO
Bilder des Umbaus von Dr. WoenkhausLetzte Änderung 21.8.2002