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BioCar Geschichte und Geschichten - Teil 35

Auto fhrt mit altem Fett

Seit 1995 fertige ich mein Werbematerial, Flugbltter und Broschren, selbst. Jedes Jahr im Herbst findet die Umweltmesse RENA in Sontheim statt. Kaum war sie etabliert, stellte ich meine Zweitank-Umbauten dort aus und hatte auch sofort Erfolg. Auf einem Flugblatt war stichwortartig beschrieben, dass jedermann sein Dieselfahrzeug mit len und Fetten von Pflanze und Tier betreiben kann, wenn er mit Diesel startet und etwas spter auf aufgeheiztes l oder Fett umschaltet. Immer wieder wurde ich auf Ludwig Elsbett angesprochen und ich bemerkte hautnah, wie seine Vorarbeiten das Gelnde geebnet hatten. Die meisten hatten aber auch noch in Erinnerung, wie kostspielig ein Pflanzenlauto in der Anfangszeit war. Da spielte der Komfortvorteil einer Eintank-Lsung kaum eine Rolle. Mein Angebot des Nachrstbausatzes fr jedes Dieselfahrzeug berzeugte sofort. Auch die Mglichkeit der Weiterverwendung des einmal erworbenen Bausatzes in Folgefahrzeugen war eine vollkommen neue Idee.


Artikel Merkur 27.2.1998

Das geht natrlich mit extra gefertigten oder umgebauten Motoren nicht. Auch die Tatsache, dass hier kein Eingriff in die Allg. Betriebserlaubnis (ABE) vorliegt, weil an abgasrelevanten Teilen nichts verndert wird, berzeugte jeden. So kam es, dass keine der Messen verging, wo ich nicht sofort oder anschlieend eine Menge Baustze verkaufen konnte. Im August 1998 wurde wieder eine Weltpremiere vorgestellt, die etwas spter bei der RENA im Herbst alle Blicke auf sich zog. Der Dipl. Ing. Roman Rieger aus Teisendorf lie seinen fabrikneuen ASTRA TDI mit dem BioCar-Zweitanksystem ausrsten und stellte ihn zusammen mit meinem schon etwas lteren ASTRA dem staunenden Publikum vor.


ASTRA 98 Direkteinspritzer


ASTRA Kofferraum


40 Liter Pflanzenl in der Radmulde


Auf der RENA 1998


RENA 1998


RENA 1998

Auch Roman Riegers ASTRA wurde mit Gebrauchtmaterial befeuert, was wohl auch der Grund fr das Ableben der Einspritzpumpe 3 Jahre spter war. Die defekte Einspritzpumpe ist als Anschauungsmaterial noch vorhanden und zeigt im Hochdruckteil den Einfluss von len mit zu hohem Suregehalt. Dieses l wurde als Mischl angeliefert, obwohl wir nach den Testfahrten bei Prof.Sagerer auf dem Prfstand der Bundeswehruniversitt immer gebrauchtes Soyal bestellt hatten. So wurde einmal mehr durch Profitgier gepaart mit Unehrlichkeit vermeidbarer Schaden verursacht. Ich habe daraus gelernt. Nach wie vor werden BioCar-Umbauten mit Altmaterial gefahren, das die Betreiber allerdings selbst einsammeln, reinigen und begutachten. Aber ich rate ab, Altmaterial zu kaufen. Da ist die Verlockung doch zu gro, ungeeigneten Dreck ohne Gewhr als billigen Treibstoff zu verkaufen.

Fortsetzung folgt

Übersicht BioCar Story

Copyright G.Lohmann - Letzte Änderung 21.7.2003