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G. Lohmann Prototypenbau, 81541 München, Welfenstraße12,
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BioCar Geschichte und Geschichten - Teil 35
Auto fhrt mit altem Fett
Seit 1995 fertige ich mein
Werbematerial, Flugbltter und Broschren, selbst. Jedes Jahr im Herbst findet
die Umweltmesse RENA in Sontheim statt. Kaum war sie etabliert, stellte ich
meine Zweitank-Umbauten dort aus und hatte auch sofort Erfolg. Auf einem
Flugblatt war stichwortartig beschrieben, dass jedermann sein Dieselfahrzeug
mit len und Fetten von Pflanze und Tier betreiben kann, wenn er mit Diesel
startet und etwas spter auf aufgeheiztes l oder Fett umschaltet. Immer wieder
wurde ich auf Ludwig Elsbett angesprochen und ich bemerkte hautnah, wie seine
Vorarbeiten das Gelnde geebnet hatten. Die meisten hatten aber auch noch in
Erinnerung, wie kostspielig ein Pflanzenlauto in der Anfangszeit war. Da spielte der Komfortvorteil einer
Eintank-Lsung kaum eine Rolle. Mein Angebot des Nachrstbausatzes fr jedes
Dieselfahrzeug berzeugte sofort. Auch die Mglichkeit der Weiterverwendung des
einmal erworbenen Bausatzes in Folgefahrzeugen war eine vollkommen neue Idee.
Das geht natrlich mit extra
gefertigten oder umgebauten Motoren nicht. Auch die Tatsache, dass hier kein
Eingriff in die Allg. Betriebserlaubnis (ABE) vorliegt, weil an abgasrelevanten
Teilen nichts verndert wird, berzeugte jeden. So kam es, dass keine der
Messen verging, wo ich nicht sofort oder anschlieend eine Menge Baustze
verkaufen konnte. Im August 1998 wurde wieder eine Weltpremiere vorgestellt,
die etwas spter bei der RENA im Herbst alle Blicke auf sich zog. Der Dipl.
Ing. Roman Rieger aus Teisendorf lie seinen fabrikneuen ASTRA TDI mit dem
BioCar-Zweitanksystem ausrsten und stellte ihn zusammen mit meinem schon etwas
lteren ASTRA dem staunenden Publikum vor.
Auch Roman Riegers ASTRA wurde mit Gebrauchtmaterial befeuert, was wohl auch der Grund fr das Ableben der Einspritzpumpe 3 Jahre spter war. Die defekte Einspritzpumpe ist als Anschauungsmaterial noch vorhanden und zeigt im Hochdruckteil den Einfluss von len mit zu hohem Suregehalt. Dieses l wurde als Mischl angeliefert, obwohl wir nach den Testfahrten bei Prof.Sagerer auf dem Prfstand der Bundeswehruniversitt immer gebrauchtes Soyal bestellt hatten. So wurde einmal mehr durch Profitgier gepaart mit Unehrlichkeit vermeidbarer Schaden verursacht. Ich habe daraus gelernt. Nach wie vor werden BioCar-Umbauten mit Altmaterial gefahren, das die Betreiber allerdings selbst einsammeln, reinigen und begutachten. Aber ich rate ab, Altmaterial zu kaufen. Da ist die Verlockung doch zu gro, ungeeigneten Dreck ohne Gewhr als billigen Treibstoff zu verkaufen.
Fortsetzung folgt
Übersicht BioCar StoryCopyright G.Lohmann - Letzte Änderung 21.7.2003