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Technologie- und Frderzentrum im Kompetenzzentrum fr Nachwachsende Rohstoffe |
Pressemitteilung Az 0121-2007-013
Herbert Sporrer Straubing, 18.10.2007
Dr. Edgar Remmele
Klaus Thuneke
Rapslabgas weniger mutagen als Dieselabgas
Die Partikelemissionen beim Einsatz von normgerechtem Rapslkraftstoff in pflanzenltauglichen Motoren wirken weniger mutagen und kanzerogen im Vergleich zu Dieselkraftstoff. Meldungen, wonach das krebserregende Potenzial von Rapslkraftstoffemissionen generell um ein Vielfaches hher sei als von Dieselkraftstoffemissionen, konnten in einer aktuellen Untersuchung des Technologie- und Frderzentrums (TFZ), Straubing und des bifa Umweltinstituts in Augsburg widerlegt werden.
Die Wissenschaftler untersuchten Proben von Abgaspartikeln eines Deutz-Fahr Traktors, der durch ein sogenanntes Ein-Tank-Umrstsystem auf den Betrieb mit Rapslkraftstoff angepasst ist. Die Partikelproben wurden am Prfstand des Technologie- und Frderzentrums (TFZ) unter Bercksichtigung international gltiger Prfvorschriften gewonnen. Neben den Emissionen von acht reprsentativen Betriebsphasen ber das gesamte Motorkennfeld wurden auch die im Leerlaufbetrieb in der Regel ungnstigeren Emissionen gesondert betrachtet. Als Kraftstoffe wurden Rapslkraftstoff nach der Vornorm DIN V 51605 sowie Dieselkraftstoff nach DIN EN 590 eingesetzt. Die Erbgut verndernde Wirkung (Mutagenitt) der Partikelproben wurde am bifa Umweltinstitut mithilfe des Ames-Tests bewertet. Zur Absicherung der Ergebnisse wurden auch die Konzentrationen gesundheitsrelevanter Partikelkomponenten analysiert.
Ein Vergleich der Ergebnisse zwischen Rapsl- und Dieselkraftstoff zeigt, dass das mutagene Potenzial der Partikelmasse beim Betrieb mit Rapslkraftstoff im gesamten Motorkennfeld je nach Testorganismus etwa 10 % bis 60 % und im Leerlaufbetrieb etwa 50 % bis 80 % niedriger ist als mit Dieselkraftstoff. Bezogen auf das Abgasvolumen ist die Mutagenitt der Partikel beim Betrieb mit Rapslkraftstoff im Vergleich zum Dieselbetrieb ber den gesamten Prfzyklus um ca. 30 % bis 70 % niedriger und im Leerlauf in einem Fall um 20 % hher, in allen anderen Fllen gleich oder bis zu 50 % niedriger. Die Konzentration besonders stark mutagen wirkender Partikelkomponenten ist im Dieselbetrieb deutlich hher als im Rapslbetrieb. Das Technologie- und Frderzentrum (TFZ) wird auf diesem Gebiet weitergehende Forschungsarbeiten durchfhren.
Der ausfhrliche Forschungsbericht Mutagenitt der Partikelemissionen eines mit Rapsl- und Dieselkraftstoff betriebenen Traktors" steht im Internet unter http://www.tfz.bayern.de zur Verfgung.
Bildunterschrift: Rapslkraftstoff in pflanzenltauglichen Traktoren (Bildquelle: Sporrer, TFZ)