AKTUELL - Besteuerung von Pflanzenl ab 2008 (Nov. 2006)
-- Der nachfolgende im Februar 2006 geschriebene
Text bedarf nun der Korrektur, denn unsere gewhlten Volksvertreter haben
einmal mehr Sachverstand und Augenma vermissen lassen. Die Besteuerung von
reinem Pflanzenl und Biodiesel ist beschlossene Sache. Zwar wird Pflanzenl/Rapsl
erst ab 2008 besteuert, zunchst nur mit 10 Cent, aber danach jedes Jahr wieder
zustzlich bis zum vollen Steuersatz wie beim Fossildiesel (ca.45Cent). Dabei
haben die ausfhrenden Organe auch noch die Unverschmtheit, die neue
Stufen-Steuer "Entlastung von der Energiesteuer" zu nennen, mit dem
Argument, man htte ja auch gleich den vollen Steuersatz draufknallen knnen.
Ein Ausweichen auf Soya, weil ohnehin billiger als Rapsl, bringt leider
nichts.
Es ist beschlossen, Soya sofort mit der vollen Energiesteuer zu belasten,
vordergrndig weil so die heimischen lbauern nicht gleich hinten
runterfallen. Hauptgrund fr die Energiesteuer auf Sprit ist natrlich das
Bemischungsgebot. Die Zumischung von 4,5% steuerbefreitem Biodiesel zum
Fossildiesel wrde ja verminderte Steuereinnahmen bringen. Richtig wre
folgender Weg: Eine aufkommensneutrale Besteuerung in der Form, da klimaschdliches
Diesel mit einer stndig steigenden Strafsteuer belegt wird und die
CO2-neutralen Kraftstoffe entlastet werden. Das wrde den Anreiz bringen, verstrkt
auf biogene Treibstoffe zu setzen. Letztlich muss die C02-Abgabe auch im
Treibstoffbereich das Ziel sein mit der Mglichkeit auch ein
"Abgasguthaben" aufzubauen und im Emissionshandel zu verkaufen. Das wrde
die Arbeit weitblickender Unternehmen wie den Busbetrieb Bhler in Wilhelmsdorf
endlich honorieren. Bhler allein hat mit dem BioCar-System schon tausende
Tonnen CO2 eingespart.
Besteuerung von Pflanzenl ab 2006 (Feb. 2006)
Zu den Schnapsideen dieser Notstandsregierung gehrt neben der Erhhung der Umsatzsteuer auf 19% das Vorhaben, den regenerativen Treibstoff Pflanzenl zu besteuern. Dabei macht der neue Finanzjongleur Steinbrck wie alle schlecht Informierten keinen Unterschied zwischen Biodiesel und unverndertem Rapsl.
Mssen wir Pflanzenlnutzer uns ber diese Diskussion aufregen?
Dazu folgende Tatsachen: In Deutschland gibt es etwa 1900 Zapfsulen fr Biodiesel und etwa 250 nennenswerte Tankstellen fr reines Pflanzenl.
Biodiesel, neudeutsch FAME genannt, ist schon ein angesgter Ast.
Der VW-Konzern hat fr die neue Motorengeneration seine Zulassung von Biodiesel zurckgezogen. Es gab
zu viele kaputte Einspritzanlagen und Motoren, die bei VW im Rahmen der Garantie ersetzt werden mussten.
Bosch hat nie, und wird auch niemals, eine Freigabe von Biodiesel erwgen. Besonders die Einspritzanlagen PD und CR gehen wegen der hohen Flchenbelastung in den druckbildenden Pumpenteilen bei gleichzeitiger minimaler Schmierkraft von Biodiesel ber den Jordan.
Nun ist aber die common rail Technik das zukunftsweisende System, das in immer mehr Motoren Anwendung finden wird. Also klarer Trend
weg von Biodiesel. Die Verteuerung um die erwogenen 10 Cent wrde diesen Sprit dann in etwa gleich teuer wie Fossildiesel machen. Dabei ist aber der Verbrauch bei Biodiesel naturgem um 8 bis 10% hher. (Siehe hierzu auch unseren Text
-- Vllig neu, Diesel ber 1 Euro
-- ).
So dumm sind dann die deutschen Autofahrer doch nicht. Und wie stehts bei den Salatltankern?
In Deutschland gibt es etwa 10 000 Autos, die reines Salatl tanken. Meist ist das Rapsl, oft auch Soya oder anderes. Wenn nun Steinbrck seine groe Hand auf die kleine Zapfpistole beim Bauern Sedlmayr
legt -- was wird dann passieren? Die Plgemeinde geht zu Aldi, Lidl, Norma und zur Metro und kauft das Salatl aus dem Regal. Das ist ja legal. Denn ein Verbot, Salatl zu tanken, wird sich weder berwachen noch durchsetzen lassen. Wenn sich Steinbrck lcherlich machen will, dann soll er mal dem kleinen Haufen Salatltanker berwacher zur Seite stellen. Die werden munter in ihren Garagen und in dunklen Ecken
"BRLIO" in ihre Autos kippen. Und Frittenl ohne jede Hemmung, auch
ffentlich.
Das ist nicht aufzuhalten, denn Friteusenl und -fett ist ein Altstoff und das Verfahren dieser Stoffe ist eine ordnungsgeme Entsorgung. Vom kologischen und konomischen Aspekt dieser Einsparung von nicht erneuerbaren Energien
gar nicht zu reden. Wie lautet also das Fazit? -- Eine Besteuerung von Pflanzenl wird es nicht geben, weil sie weder durchfhrbar noch lohnend ist. Wenn sie wider alle Vernunft doch kommt, dann werden unsere beheizten 2-Tanksysteme fr den Einsatz von Friteusenl einen schnen Boom erleben.
Ein vernnftiger Vorschlag fr Sie, Herr Steinbrck: Besteuern Sie doch
endlich Flugtreibstoff. Da kommt Geld in die Kasse. Und der Bldsinn, fr 9,90 Euro nach Mallorca zu fliegen, hrt dann
sich dann auch ganz schnell auf!!
Copyright BioCar, Letzte nderung 30.11.2006