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Biokraftstoffe und Wasserstoff
Dem glubigen Autofahrervolk kann man alles erzhlen, auch faustdicke Lgen. Irgendwann in ferner Zukunft sollen die Automobile mit Wasserstoff fahren. Aber woher dieser Wasserstoff dann kommen soll, da lt man in einer gtigen Grauzone. Der Fachmann wei, da es Wasserstoff in ungebundener Form in der Natur nirgends gibt, auch nicht geben kann, und kennt die Grnde:
Wasserstoff entweicht aus allen bekannten Behltern, schnell oder langsam, unaufhaltsam in den Weltraum. Der Zauberstoff der Zukunft ist nicht zu halten, er ist flchtig wie kein zweites Gas und er verbraucht bei seiner Herstellung und Lagerung wesentlich mehr Energie, als spter bei seiner Verwendung als Energietrger gewonnen werden kann. Besonders in gekhlter oder komprimierter Form stellt Wasserstoff eine beispiellose Energieverschwendung dar. Der schne Vorzug, ohne Rckstnde zu reinem Wasser zu verbrennen, wird zum Alptraum, wenn zur Herstellung von Wasserstoff ber Elektrolyse Strom aus Atomkraftwerken verwendet wird. Somit ist die Energiequelle des Automobils letztlich der Kernbrennstoff im Atomkraftwerk.
Will man Wasser mit Strom aus Solarzellen spalten, dann ist das nur scheinbar ein vernnftiger Weg. Solarzellen, also Lichtkollektoren aus kristallinen Substanzen, mssen mit riesigem Energieaufwand und enormen Investitionen gefertigt werden, und eine nchterne Berechnung des Gesamtaufwands wird zu einer unerfreulichen Bilanz fhren: Erst nach Jahren lt sich aus einem kristallinen Sonnenkollektor mehr Energie gewinnen, als zu seiner Herstellung bentigt wurde.
Die Natur ist da schon viel weiter, vor aller Augen baut sie schon seit Jahrmillionen Sonnenkollektoren aus einfachsten Stoffen, ohne absurden Energieaufwand. Alle Sonnenkollektoren der Natur bestehen hauptschlich aus Wasser und sind grn.
Es sind die Bltter der Pflanzen. So wird effektiv Energie gesammelt und in Wasserstoff-verbindungen gespeichert, die viel mehr Energie enthalten als reiner Wasserstoff. Natrliche le und Fette sind der Energiespeicher aller lebenden Organismen. Hier kann sich der Mensch bedienen ohne Schaden anzurichten. Technischer Aufwand ist immer dann unsinnig, wenn die Lsungen der Natur besser sind.
Was ist wohl fr Sie und fast alle Menschen leichter zu beschaffen, ein Liter Pflanzenl oder ein Liter Wasserstoff?
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