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Feinstaub Beide Verfahren wurden von mir zum Patent angemeldet und
abgewiesen. Das eine, weil mobile Beregnungsanlagen die geforderte Erfindungshhe
nicht haben und das zweite, weil man schon vor hundert Jahren Strassen mit
Tankfahrzeugen bensst hat. Somit ist die Technik weder neu noch schutzwrdig.
Das muss aber keine Stadtverwaltung davon abhalten, Strassen und Tunnels zu
befeuchten. |
1. Mobile Luftreinigungssysteme
Bei der Erfindung handelt es sich um ein Verfahren zu Luftreinigung auf ffentlichen
Straen und Flchen. In Folge einer fortschreitend strengeren Gesetzgebung
droht die Gefahr der Einschrnkung des ffentlichen Kraftverkehrs innerhalb
der Stdte. Hier kommt es durch das wachsende Verkehrsaufkommen zur extremen
Verdichtung von Verbrennungsrckstnden aus Wrmekraftmaschinen, Reifenabrieb
und Straenbelagabrieb, Abrieb von Brems-und Kupplungsbelgen sowie giftigen
und gesundheitschdlichen Feinstuben aus Fahrzeugen mit modernster
Abgastechnik.
Als Folge dieser Entwicklung ist absehbar, dass eine Einschrnkung des
Kraftverkehrs innerhalb der Stdte volkswirtschaftliche Schden herbeifhren
wird, denn schadstoffarme oder schadstofffreie Alternativen stehen nicht in
ausreichendem Umfang zu Verfgung. Gleichzeitig ist nicht erkennbar, wie der
Mangel beseitigt werden soll, denn die gesetzlichen Fahrverbote wirken sofort, whrend
technische Verbesserungen an den Verursachern erst in Jahren zu erwarten sind.
Hier setzt die Erfindung an, denn sie wirkt sofort und unmittelbar neben den
Verursachern.
Luftwsche nach dem Vorbild der Natur
Jeder kann beobachten, dass die
Atmosphre nach Regenfllen gereinigt wurde. Der Vorgang der Reinigung beruht
darauf, dass schwebende Partikel durch kleinste oder grere Wassertropfen
angezogen und zu Boden gerissen werden. Diese Wirkung lsst sich knstlich
herbeifhren und besonders an Orten einsetzen, die niemals der reinigenden
Wirkung eines Regengusses ausgesetzt sind. Es sind dies die Unterfhrungen und
Tunnels in den Stdten und anderswo. Hier kommt es zu Konzentrationen von
auswaschbaren Verunreinigungen, die weit ber den zulssigen Grenzwerten
liegen. Besonders bei hheren Lufttemperaturen, bei Windstille und bei
stehendem Verkehr ist die Schadstoffkonzentration hier unzumutbar hoch.
Gleichzeitig bieten aber Decken und Wnde der Bauwerke die Mglichkeit,
mit vorgehngten Beregnungs- oder Befeuchtungsanlagen die hier
entstehenden staubfrmigen Luftverschmutzungen in der Minute ihres Freiwerdens
zu beseitigen oder zumindest zu reduzieren. Wie bei einem Regenguss wird hier in
einem rhrenfrmigen Bauwerk besonders wirksamer Weise die Luft gereinigt und
die enthaltenen Schadstoffe werden ber die Kanalisation entfernt.
Wo sich die Gelegenheit bietet, kann Wasser aus der Umgebung eingesetzt werden.
Hier ist an Alpentunnels zu denken, das gleiche gilt fr Flussunterquerungen.
Vielfach steht auch Brauchwasser zur Verfgung, sodass Trinkwasser zuletzt
eingesetzt werden sollte. In jedem
Fall fhrt die Luftwsche an diesen Brennpunkten zur Verbesserung der
Luftqualitt mit einfachsten, der Natur nachgebildeten Mitteln.
Georg Lohmann, Mrz 2006
2. Stationre Beregnungsanlage zur Feinstaubverminderung
Bei dem Verfahren handelt es sich um die Reinigung von bodennahen
Luftschichten auf ffentlichen Verkehrswegen. Als Folge einer zunehmend
strengeren Gesetzgebung droht die Gefahr von Einschrnkungen des Straenverkehrs
mit Kraftfahrzeugen. Sie sind nach allgemeiner Ansicht die Hauptursache fr die
Zunahme der Feinstaubbelastung in den Stdten. Dieser unnatrliche Feinstaub
hat seine Quelle neben den Emissionen aus den Verbrennungsmotoren im
Wesentlichen beim Abrieb von Straenbelag, Kupplung/Bremsbelgen
und Fahrzeugbereifung. Somit
ist die Herkunft der Staubbelastung auf die Straenoberflchen und den Bereich
bis etwa 50 cm darber zu lokalisieren. Hier ist mit der Erfindung die
Schadstoffbelastung direkt an der Quelle zu reduzieren, bevor
die Schadstoffe durch die normale Luftbewegung in unbelastete Bereiche und in
die Ebene der menschlichen Atemluftaufnahme getragen werden.
Jeder hat schon beobachtet, wie die Atmosphre durch Regen gereinigt wird. Es
regnet jedoch zumeist nicht, wenn die Staubbelastung hoch ist. Durch den
zunehmenden Kraftverkehr in den Stdten hat auch die Belastung durch die damit
verbundenen Emissionen zugenommen. Eine natrliche Luftreinigung durch
zunehmende Regenflle ist jedoch nicht zu beobachten. Die Erfindung lst das
Problem, indem sie die Strae bei Bedarf und sinnvoll gesteuert bensst.
Daneben ist die Schadstoffbelastung in Tunnels und Unterfhrungen um ein
Vielfaches hher, weil hier in der Regel die belastete Luft nur an zwei Stellen
abflieen und es niemals zur natrlichen Luftwsche durch Regen kommen kann.
Hier besonders und allgemein kann die Erfindung wirksam zur
Schadstoffverminderung beitragen.
Von einer nassen Straenoberflche wird kein Staub aufgewirbelt. Mit der
Erfindung wird die Straenoberflche nass gehalten, wenn es erforderlich ist.
Die von den Fahrzeugreifen aufgewirbelten Wassertropfen und Nebel sind schwerer
als der Feinstaub, binden diesen und sinken schnell wieder zu Straenoberflche,
wo sie durch nachflieendes Wasser weggetragen und der Kanalisation zugefhrt
werden. Es findet also im Ergebnis eine dem natrlichen Ablauf gleichzusetzende
Reinigung statt, die lediglich dem nchsten Regenguss vorgreift.
Beschreibung
Die Wasserzuleitung erfolgt
vom Straenrand, bevorzugt aus dem Winkel zwischen Bordsteinkante und
Straenoberflche, aber auch in einer gefrsten Nut in der Straenmitte.
Hier wre z.B. eine perforierte Leitung angebracht, die andauern oder zeitlich
gesteuert den Straenbelag beregnet und nass hlt. Die Zuleitungen sind flach
oder rund, mechanisch belastbar und werden durch Frost nicht geschdigt.
Andere Formen der Wasserzufuhr ber festverlegte Leitungen sind den rtlichen
Gegebenheiten anpassbar. Hat die Strae quer zu Fahrtrichtung ein Geflle, so
reicht die Spritzwasserzufuhr auf der hheren Seite. Hat die Strae insgesamt
Geflle, so wre eine quer zur Strae laufende Wasserzu- und Ableitung die
bessere Lsung. Die Wasserzufuhr einer solchen Straenberegnungsanlage kann
durch mehrere Parameter, wie die tatschlich Luftbelastung oder die
Umgebungs-temperaturen, gesteuert werden. Zunchst ist die Straenoberflche
in den am meisten befahrenen Bereichen nass zu halten, aber nur, wenn tatschlich
Verkehrsfluss stattfindet. Es wird auch nicht die gesamte Oberflche gensst,
sondern die bevorzugt befahrenen Bereiche. Es kann auch ein festgelegter
Grenzwert der Luftbelastung der Auslser fr die Luftwsche sein. Durch von
Bewegungssensoren ausgelste Signale kann gesteuert beregnet werden,
beispielsweise wenn sich kein Fahrzeug im Beregnungsbereich befindet oder gerade
dann. Jede Art der Steuerung der Wasserzufuhr wird auf sparsamen Wasserverbrauch
bei grtem Nutzen ausgelegt. Eine Beregnung kann unerwnscht sein, wenn
dadurch Glatteisbildung mglich wre. Sofern vorhanden, kann durch den Einsatz
von Regen-oder Brauchwasser die Nutzung von teurem Trinkwasser vermieden werden.
Vorschlag fr Schutzansprche
Beregnungsanlage
zur Feinstaubverminderung und Reinigung von bodennahen Luftschichten auf ffentlichen
Verkehrswegen.
Beregnungsanlage nach
Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass hier mit auf die Straenoberflche
aufgetragenem Wasser dort entstehender und
vorhandener Staub und Abrieb gebunden wird.
Beregnungsanlage nach
Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, dass das Wasser ber geeignete
Zuleitungen parallel oder quer zum Straenverlauf bevorzugt in die strker
belasteten Bereiche zugefhrt wird.
Beregnungsanlage nach
Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, dass die Wassermenge und der Zeitpunkt
der Zuleitung durch Steuerungselemente mit dem Ziel der Wirkungsoptimierung
geregelt wird.
G.Lohmann, Mrz 2006